Auf den Spuren des Schwarzen Todes
Publié le lundi 27 février 2012
Was ist die Ursache der Pest, einer der mörderischsten Epidemien der Menschheitsgeschichte? Darüber spricht Barbara Bramanti von der Universität Mainz am 1. März im Rahmen der Vortragsreihe „Jeudis des sciences“. Die Entdeckung des Erregers der dritten Pestepidemie (1346-1353), des Bakteriums Yersinia pestis , und die epidemiologische Beschreibung einiger Krankheitsausbrüche schien bereits im 19. Jahrhundert die Frage geklärt zu haben. Aber manche Historiker und andere Wissenschaftler blieben skeptisch. Große Diskrepanzen in der Beschreibung des Krankheitsverlaufes und die Verbreitungswege hegten Zweifel am Auslöser früherer Pestepidemien. Rezente Studien, die auf DNA-Analysen von Pestopfern basieren, zeigen jedoch zweifelsfrei, dass Y. pestis die Ursache des Schwarzen Todes sind, und dass wenigstens zwei verschiedene Bakterienpopulationen die Infektionen verursachten. Trotzdem bleiben Ungereimtheiten, insbesondere was die Übertragungsmechanismen angeht. Die hohe Virulenz des Bakteriums und die hygienischen Bedingungen des Mittelalters stellen auch die Frage, wie es sein kann, dass man die Pest überhaupt überleben konnte. Dazu untersuchen wir die DNA des Erregers, um spezifische Varianten des menschlichen Genoms zu finden, die eine Resistenz gegen das Bakterium gewähren konnten. Barbara Bramanti hat Pharmazie und Anthropologie an der Universität Florenz studiert. Nach ihrer Promotion in Anthropologie in Florenz (1997) forschte sie vier Jahr lang am Institut für Historische Anthropologie und Humanökologie an der Universität in Göttingen. Seit 2002 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anthropologie der Universität Mainz, wo sie jetzt ihr Habilitationsverfahren durchführt. Wann? Donnerstag, 1. März um 17.30 Uhr Wo? Universität Luxemburg, Campus Kirchberg, rue Richard Coudenhove-Kalergi, Hörsaal B02 Weitere Informationen bei massimo.malvetti@uni.lu |
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